Die 80er Jahre

Als es der Vorstandschaft 1980 gelang, den Schongauer Ewald Nagel als Spielertrainer zu verpflichten, stellte sich schließlich auch der ganz große Erfolg in Peiting wieder ein.

Ewald Nagel

Ewald Nagel

war in der Meistersaison 1981/82 Spielertrainer bei der FA Peiting

Beinah hätte es bereits in seiner Debüt-Saison 1980/81 zum Aufstieg gereicht. Doch als Vizemeister musste man in die Relegation. In einem dramatischen Spiel in Weilheim gegen den TSV Tutzing unterlag man erst im Elfmeterschiessen mit 7:8, nachdem es nach der regulären Spielzeit noch 1:1 und nach Verlängerung 3:3 gestanden hatte. Ein begeisterndes Fußballspiel, bei dem insgesamt über 1000 Zuschauer mitfieberten.

Mit Spielertrainer Ewald Nagel zurück in der Erfolgsspur

Ein Jahr später wurde Versäumtes jedoch nachgeholt. Infolge einer sensationellen Saison, in der der Neuzugang Paul Reiser (25 Tore) und Peter Mühlegger (24) die erfolgreichsten Schützen waren, konnte man bereits zwei Spieltage vor Schluss die Meisterschaft perfekt machen. Die FA Peiting verstand dies, wie eigentlich zu jeder Zeit, gebührend zu feiern. Beim letzten Heimspiel am 23. Mai 1982, gegen den TSV Hohenpeißenberg bedankte man sich mit zwei Hektolitern Bier bei seinen Fans. Der Gerstensaft hielt eine ganze Halbzeit.

Fertigstellung unsereres schönen Stadions

Auch abseits jeglichen Spielbetriebs erzielte die Abteilung unter der Leitung von Präsident Lothar Wurm einen großen Erfolg. Mit der Einweihung der Sportanlage Birkenried am 17. Juni 1981 stellte man von nun an eines der schönsten Stadien des gesamten Landkreises. Auch heute noch ist es schwer, etwas Vergleichbares zu finden.

Meistermannschaft 1982

Meistermannschaft von 1982

(hinten von links) Technischer Leiter Herbert Schmid, Max
Schmid, Hans Jakomet, Markus, Müller, Heinz Eisengrein, Wolfgang Salzmann, Paul
Reiser, Technischer Leiter Hermann Brennauer (vorne von links) 1. Vorstand Lothar Wurm,
Siegfried Pakleppa, Klaus Flotitz, Hubert Baier, Spieltrainer Ewald Nagel, Günther Gromes,
Gerhard Berchtold, Peter Mühlegger, 2. Vorstand Georg Bauer

Coach Ewald Nagel verabschiedete sich nach der Meistersaison von den Peitinger Fußballern, doch es sollte nicht sein letztes Engagement in der Marktgemeinde bleiben. Nachfolger von Nagel wurde sein einstiger Vorgänger Ferdinand Hauke, der die nächsten eineinhalb Jahre an der Seitenlinie stehen sollte. In den beiden Spielzeiten nach dem Aufstieg in die Bezirksliga, rettete man sich beide Male erst in der Relegation. 1983 hielt man sich mit einem 1:0 über Wolfratshausen (Torschütze: Paul Reiser) in der Liga. Ein Jahr später war es dann noch enger. Nachdem man das erste Relegationsspiel gegen Geretsried nach Verlängerung mit 2:1 gewann, wurde die zweite Entscheidungspartie erst im Elfmeterschießen entschieden. 2:2 hatte es nach 120 Minuten gegen Germering noch gestanden. Die Tore für Peiting erzielten dabei Siegi Pakleppa und Hansi Jakomet. Im „Elfmeterkrimi“ von Starnberg, wo das Spiel stattfand, wurde dann Keeper Peter Reichelmeier zum Held. Ganze drei Elfmeter konnte er parieren, so dass zum 50-jährigen Jubiläum nicht das „Trübsal“ Abschied geschluckt werden musste. Einen Verdienst am Verbleib in der Klasse muss man hier eindeutig dem früheren technischen Leiter Roman Steeb attestieren. Er übernahm den Tabellenletzten zur Winterpause und schaffte es der Truppe um Kapitän Wolfgang Salzmann neuen „Geist“ einzuhauchen. Man sammelte Punkt um Punkt, so dass am Ende der fast sicher geglaubte Abstieg vermieden werden konnte. Im 3.Jahr war es dann jedoch soweit. Als 15. und damit Vorletzter stieg die Mannschaft von Trainer Helmut Karg, der nachdem er bereits in den 70er Jahren für zwei Spielzeiten das Sagen bei der 1.Mannschaft hatte, in Anschluss einer schwierigen Saison 84/85, ab. Drei Jahre hielt man sich damit in der höheren Spielklasse. Bis zum heutigen Tage, sollte das der längste Zeitraum sein, in den sich die FA in der Bezirksliga halten konnte. Nicht nur den Abstieg in die A-Klasse hatten Peitings Balltreter zu dieser Zeit zu verkraften.

Max Schmid beendete nach dieser Saison seine aktive Karriere in der 1. Mannschaft, nachdem er 15 Jahre lang ununterbrochen zum Stamm derselbigen gehörte. Am 22.05.1985 schnürte er zum letzten Mal seine Stiefel für unsere Erste. Dennoch blieb er dem Verein treu. Denn seit 1977, bis heute, ist er Hauptkassier und hat dadurch wesentlich dazu beigetragen, dass die Fußballabteilung auch finanziell solide dasteht.

In den Folgejahren stand ein Umbruch bevor. Viele junge Spieler wurden integriert, die sich vor allem in der A-Klasse behaupten sollten. Zum Spieljahr 86/87 konnte man mit dem Peißenberger Franz Pech eine der herausragenden Spieler- und Trainerpersönlichkeiten der 80er und 90er Jahre, an die Peitnach lotsen. Langsam tastete man sich, so schien es, unter seiner Regie an den erneuten Aufstieg in die Bezirksliga ran. Während es anfangs der 5. Tabellenplatz war, erreichte man in der zweiten Saison, in der Pech verantwortlich war, schon den 3. Rang. „Nebenbei“ wurde man Hallen-Zugspitzmeister und erreichte bei der Oberbayerischen Meisterschaft vor über 400 Zuschauern in der Bad Tölzer Sporthalle, einen tollen 4. Platz. Darüber hinaus holte die 2. Mannschaft den Titel bei den Reserveteams.

Vierter Bezirksligaaufstieg

Die 1.Mannschaft zog dann schließlich ein Jahr später nach. In einem an Spannung kaum zu übertreffenden Saisonfinale 1988/89 sicherte man sich am letzten Spieltag mit einem tollen 5:0-Erfolg über Dettenschwang den Meistertitel. Am Ende lag man mit einem hauchdünnen Vorsprung von einem Punkt vor dem FSV Eching, die allerdings durch die Relegation noch nachzogen, an der Spitze der Tabelle. Insgesamt war damit der vierte Aufstieg in die Bezirksliga besiegelt.

Meistermannschaft 1989

Die Meistermannschaft von 1989

mit ihrem Spielertrainer Franz Pech (vorne in der Mitte)
schaffte nach einem spannenden Saisonfinale den Wiederaufstieg in die Bezirksliga