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1. Juni 2018, 8:48 Uhr

Sieg im Nachholspiel

Veröffentlicht von

TSV Peiting – SC Pöcking-Possenhofen 4:1 (1:0)
1:0 Christoph Hertl (2.)
2:0 Markus Riedl (55./FE)
3:0 Benedikt Multerer (81.)
3:1 Markus Schulz (84.)
4:1 Florian Meier (86.)

 Aufstellung: Alexander Mayr — Martin Pakleppa (71. Lukas Wolf), Thomas Salzmann, Tobias Freiberger, Fabian Melzer (57. Benedikt Multerer) — Florian Meier, Elias Heiß, Markus Riedl, Christoph Hertl, Sebastian Krötz — Lukas Schmelcher (68. Matthias Lotter)

Peiting | „Schon wieder die Pöckinger“ mag sich so mancher vor dem Spiel gedacht haben. Stand man sich doch bereits vor 11 Tagen am selben Ort gegenüber. Damals hatten die Jungs um Spielertrainer Fabian Melzer den Gästen bereits aufgezeigt, dass es sehr schwer werden wird, aus dem Stadion Birkenried 3 Punkte zu entführen. Denn in der ersten Auflage des Rückspiels war die FA Peiting bereits durch zwei Treffer von Lukas Schmelcher, wovon der zweite sogar aus der Kategorie Tor des Jahres war und es selbst ein Zlatan oder CR7 nicht besser machen hätten können, mit 2:0 in Führung. Dann zog allerdings zum Unglück der FA ein Gewitter auf und der Schiedsrichter sah sich nach insgesamt 30-minütiger Spielunterbrechung gezwungen das Spiel abzubrechen.

Mit dem Gefühl, dass der Gegner allemal schlagbar ist, ging man in das Rückspiel, welches unter Flutlicht und vor einer überdurchschnittlichen Fankulisse stattgefunden hat. Jedem war klar, dass nur ein Sieg zählen würde, um im letzten Saisonspiel das Heft um den sicheren Klassenerhalt selbst in der Hand zu haben. Dementsprechend hoch motiviert startete die FA Elf ins Spiel und sorgte dafür, dass es bereits in der zweiten Spielminute zum ersten Mal „in der Kiste rappelte“. Christoph Hertl schob nach einer wunderbaren Kombination über mehrere Stationen zu frühen 1:0 ein.
Im Anschluss verpasste man es jedoch die Räume, die die Pöckinger boten, entscheidend zu nutzen, und ließ sie somit immer besser ins Spiel kommen. Bis zur Halbzeit kam dann allerdings auf beiden Seiten nichts Zählbares mehr heraus.

Als die beiden Mannschaften nach der Pause wieder aus der Kabine kamen und der Schiedsrichter den zweiten Durchgang angepfiffen hat, waren bereits wieder erste Blitze am Himmel zu sehen. Aber so viel vorne weg, diesmal war Petrus der FAP wohlgesonnen und das Spiel konnte über die volle Distanz bis zum Schlusspfiff durchgeführt werden. Das war auch im Sinne einiger Spieler der Gäste, welche laut eigener Aussagen zwar gerne ins schöne Peiting kommen, aber auch nichts dagegen hätten, wenn dies erst nächste Saison wieder der Fall wäre.

Doch zurück zum Spielgeschehen… in der 55. Minute zeigte der Schiedsrichter nach der bereits dritten strittigen Strafraumszene auf den Punkt. Markus Riedl schnappte sich den Ball und schob lässig, wie vor wenigen Tagen der große Sascha Mölders, zum beruhigenden 2:0 ein.
Der Gegner gab sich im weiteren Geschehen jedoch nicht auf und drängte nochmal mehr in die Offensive. Dies eröffnete jedoch immer wieder Möglichkeiten zu kontern. Schließlich war es in der 81. Minute soweit, dass nach einem schnellen Flügellauf von Christoph Hertl Benedikt Multerer die Hereingabe zum vorentscheidenden 3:0 in die Maschen einschob. Da hatte er wohl noch die Worte des Trainers im Kopf, der vor dem Spiel nochmal forderte flache Schüsse aufs Tor zu bringen, nachdem beim Aufwärmen doch einige Bälle in Richtung 2.Stock Herrenunterwäsche unterwegs waren.
Für die restliche Spielzeit wollte man noch eine weiße Weste bewahren. Da hatte allerdings der gegnerische Markus Schulz etwas dagegen. Er zirkelte einen Freistoß von der Strafraumkante über die Mauer ins Peitinger Tor zum 3:1 Anschlusstreffer (84.). Da konnte auch der über das gesamte Spiel fehlerfreie Alexander Mayr nichts dagegen machen.

Den Freistoß hatte sich auch Florian Meier genauestens angeschaut und dachte sich nur zwei Minuten später „das kann ich besser“! Selbstbewusst und mit der beruhigenden 3:1 Führung im Rücken legte er sich die Kugel zu einem Freistoß aus ca. 25m Entfernung zum Tor zurecht. Nach kurzem Anlauf trat er den Ball mustergültig genau in den Knick (86.). Jubelschreie und kräftiger Beifall schallten von der Tribüne. Das war ein Traumtor! Die FA-Kicker lagen sich in den armen und feierten den Treffer zum 4:1, welcher gleichzeitig der Schlusspunkt einer starken Partie war.

Mit diesem wichtigen Sieg hat man nun einen Punkt Vorsprung auf die Verfolger aus Gröbenzell und Maisach. Im kommenden letzten Saisonspiel gegen Aich kann man nun aus eigener Kraft den Weg in die Relegation vermeiden und sich mit einem positiven Erlebnis in die Sommerpause verabschieden.

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Dieser Artikel wurde verfasst von Sebastian Krötz

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