„Auf Anregung von Kraft durch Freude, haben wir die Fußballabteilung Peiting des TV Peiting gegründet. Wir wollen hoffen, dass auch dieser Sport dem Menschen unseres schönen Heimatdorfes Rechnung trägt. Und nun frisch ans Werk.

Peiting, Mai 1934
  • Die Anfänge

    Mit der Widmung zu Beginn bestätigte der damalige Abteilungsleiter Eigler die Gründung der Fußballabteilung Peiting, und die Geschichte der FA begann.

    Eine der Herrenmannschaft aus den Anfangszeiten der FA Peiting

    Eine der Herrenmannschaft aus den Anfangszeiten der FA Peiting

    (von links) Georg Böck,
    Lenz Wörle, Emil Socher, Hans Schelle, Adolf Ohnesorg, Matthias Gürtner, Germann
    Eigler, Hermann Erhard, Andreas Schardt, Max Kaiser, Ludwig Estermeier, Sepp Vogel

    Anfänglich wurden lediglich Freundschaftsspiele ausgetragen. Das allererste Spiel unserer 1. Mannschaft fand am 31. Mai 1934 statt und ging mit 5:2 verloren. Zehn Tage später folgte das erste Heimspiel, welches man durchaus überraschend 2:1 gegen Lechbruck gewinnen konnte. Noch im selben Jahr begann unsere „Erste“ am Verbandsspielbetrieb teilzunehmen, zusammen mit den Mannschaften aus Leeder, Landsberg, Schongau, Hohenfurch, Denklingen, Issing und Hagenheim. So entstand in den Jahren von 1934 bis Kriegsbeginn, neben den zahlreichen Freundschafts- und Pokalspielen, ein regelmäßiger Spielbetrieb.

  • Zweiter Weltkrieg und Nachkriegszeit

    Infolge der Kriegsereignisse musste das Spielgeschehen jedoch im Juni 1941 eingestellt werden. Es fanden lediglich noch einige Spiele der Jugendmannschaft im Rahmen der Hitlerjugend statt. Doch schon bald nach Beendigung des zweiten Weltkrieges entbrannte das Fußballfieber im Bergwerksort. Eifrigen Idealisten wie zum Beispiel Otto Windorfer, Peter Lory, Siegfried Müller oder Andreas Schardt, um nur einige zu nennen, war es zu verdanken, dass das runde Leder schon bald wieder ins Rollen gebracht wurde. Selbstverständlich kamen dabei auch einige unvorhersehbare Schwierigkeiten auf die Männer zu. Wo waren die Trikots? Man hatte weder Bälle noch Schuhe. Doch das Interesse der im Laufe der Jahre heimkehrenden ehemaligen Soldaten sowie den Flüchtlingen, die aus allen Teilen Deutschlands kamen, um ortsansässig zu werden, erneut Fußball zu spielen, war  ungebrochen.

    Erstes Spiel nach dem Holocaust im November 1945

    So fand am 18. November 1945 bereits das erste Nachkriegsspiel auf dem Sportplatz in Peiting statt. Dieses wurde allerdings mit 2:7 gegen Hohenpeißenberg verloren. Nachdem es zunächst noch keinen geregelten Spielbetrieb gab, wurden bis zum April 1946 ausschließlich Freundschaftsspiele ausgetragen. Erst im Anschluss wurde gemeinsam mit den Vereinen Schongau, Hohenpeißenberg, Hohenfurch, Lechbruck, Asch und Leeder eine Verbandsrunde angesetzt. Diese Pflicht- und Pokalspiele hatten Bestand bis zum Jahre 1949, in welchem die A-Klasse Zugspitze gegründet wurde.

    FAP schlägt Münchner Löwen

    Weitere erwähnenswerte Freundschaftsspiele jener Zeit waren die beiden Privatspiele im Sommer 1946 gegen 1860 München. Während man die erste Begegnung noch mit 5:2 für sich entscheiden konnte, revanchierten sich die „Löwen“ im Rückspiel deutlich. (Endstand: 1:6) Auch der erste Sieg gegen den Lokalrivalen aus Schongau datiert aus jener Zeit. Am 11.7.48 wurden die Lechstädter mit 3:2 bezwungen, was die örtliche Sportpresse damals zu honorieren verstand.

  • Die 50er Jahre

    In der Spielzeit 1949/1950 wurde die Peitinger Mannschaft in die neu formierte A-Klasse Zugspitze eingeteilt. Nachdem man die „Premieren-Saison“ noch mit einem 3.Platz abschließen konnte, war es in der Folgenden nur der 9. Rang, welcher gleichsam den Abstieg in die B-Klasse bedeutete. Allerdings konnte dieser „Schönheitsfehler“ bereits ein Jahr später wieder behoben werden, denn die Truppe um Torhüter Max Mößmer errang überlegen die Meisterschaft und stieg damit souverän in die A-Klasse auf. 

    Deutschland wird Weltmeister, Peiting verliert Zugspitzfinale

    Ein Highlight im Jahrzehnt des „Wirtschaftswunders“ stellt übrigens der 4.07.1954 dar. An diesem historischen Tag stand die Fußballabteilung erstmalig im Zugspitzfinale, nachdem sie sich die gesamte Saison hinweg hervorragend in der A-Klasse hielt, um am Ende mit dem 5. Tabellenplatz belohnt zu werden. Zwar wurde dieses Endspiel in Weilheim gegen Seeshaupt mit 4:2 verloren, doch der Tag wird dennoch für alle Zeit in Erinnerung bleiben. Denn zeitgleich wurde Deutschland erstmals Weltmeister und schrieb mit dem „Wunder von Bern“ Fußballgeschichte. Im selben Sommer feierte die Fußballabteilung übrigens ebenso ihr 20-jähriges Bestehen.

    In der zweiten Hälfte der fünfziger Jahre tat sich indes vergleichsweise wenig in der gesamten Abteilung. So erreichte man in der Liga stets gesicherte Mittelfeldplätze. Zur Saison 1959/1960 wurde schließlich der Peitinger Hans Pommer als Cheftrainer für die 1. und 2. Mannschaft verpflichtet, welcher bis 1966 das Zepter an der Peitnach schwenken sollte.

  • Die 60er Jahre

    Bereits zu Beginn der sechziger Jahre wurden nach einem 11.Platz in der Spielzeit 1961/1962 die Erwartungen, auch wenn man in der Vorsaison noch einen hervorragenden 3. Platz erringen konnte, herunter geschraubt. Ein Jahr später dann schließlich der ganz große Dämpfer. Infolge einer katastrophalen Rückserie stieg unser Team sang und klanglos in die B-Klasse ab. Doch es sei vorweg genommen. Dies sollte das letzte Mal sein, dass sich die FA Peiting in derartigen Niederrungen herumschlug.

    Teilnahme am DFB-Pokal 1966

    Wenngleich man den direkten Wiederaufstieg als „Vize“ in der Jubiläumssaison 63/64 noch knapp verpasste, reichte es ein Jahr danach ganz locker zur Meisterschaft. Im März 1966 übernahm der Hohenpeißenberger Eduard Stoßberger den Trainerposten in der Marktgemeinde. Er schaffte es in seiner dreijährigen Amtszeit das Team in der A-Klasse zu etablieren. Ein herauszuhebender Erfolg dieser Zeit war die Teilnahme am DFB-Pokal 1966. Während die deutsche Fußballnationalmannschaft im Finale von Wembley den gastgebenden Engländern unterlegen war, scheiterte die FA nach fulminanten Siegen (darunter einem 7:4 gegen die damalige Spitzenmannschaft aus Hohenpeißenberg) erst gegen die mit einigen Amateurnationalspielern gespickte Bayernligatruppe des FC Wacker München. Trotz der 1:9 Niederlage ein tolles Erlebnis, in dem vor allem Walter Feldmann als Schlussmann in der ersten Hälfte eine sensationelle Leistung brachte.

  • Die "wilden" 70er

    Die Röcke wurden kürzer, die Haare länger, und bei der FA stieg das Anspruchsdenken. Bereits zu Beginn des Jahrzehnts konnten die Peitinger Fußballer dabei den bist dato größten Erfolg ihrer Vereinsgeschichte verbuchen. Im Spieljahr 1970/71 wurden die Mannen des damaligen Kaufbeurer Trainers Sepp Michalek Meister der A-Klasse, und das mit sage und schreibe acht Punkten Vorsprung. (Und dies bei der damals noch geltenden Zwei-Punkte Regel!!) Um das Erfolgsjahr zu komplettieren wurde man zusätzlich nach dem Endspielerfolg gegen Weilheim noch Zugspitzmeister. Nachdem das Hinspiel mit 2:1 gewonnen wurde, rettete FA-Keeper Georg Bauer mit seinen Glanzparaden im Rückspiel ein 0:0, was schließlich endgültig den Titel und den damit verbundenen allerersten Bezirksligaaufstieg einbrachte.

    Meistermannschaft von 1971

    Meistermannschaft von 1971

    (hinten von links) Hans Schmausser, Sepp Michalik, Herbert
    Schmid, Günther Hain, Helmut Fetschele, Josef Bauer, Klaus Lang, Hermann Lang, Alfons
    Rohrmoser, Norbert Herz, Gustav Stifter (vorne von links) Reinhold Krause, Hubert Lang,
    Franz Wörle, Georg Bauer, Werner Glas, Otto Fritsch, Max Schmid

    Neben unserm „Schorsch“ waren in der Meisterelf weitere FA-Urgesteine wie Alfons Rohrmoser, Herbert Schmid, Hermann und Hubert Lang oder Max Schmid vertreten.

    Zugspitzmeister und erster Bezirksligaaufstieg

    Im ersten Jahr in der höheren Klasse konnte man dem Abstieg mit dem 11.Tabellenplatz noch entrinnen, wohingegen es uns im „verflixten“ zweiten Jahr, wie es stets im Fußballer-Jargon heißt, erwischte. Obwohl man in der Hinrunde noch in der Spitzengruppe mitmischen konnte, reichte es nach einem Einbruch in der Rückserie nur zum 15., und damit vorletzten Platz, was den Abstieg aus der Bezirksliga bedeutete. Doch wie heißt es so schön: Alles Negative, hat bisweilen auch immer etwas Gutes.

    1974 sollte nicht nur für unsere Nationalmannschaft ein gelungenes Jahr werden

    Und so war es dann auch. Denn die Saison 73/74, in der die Fußballabteilung übrigens 40 Jahre alt wurde, stellt im Nachhinein eine der erfolgreichsten der Historie dar. Nicht nur, dass die Reservemannschaft, im Übrigen immer eine Stärke der Abteilung, Meister ihrer Klasse wurde, auch die 1. Mannschaft holte den Titel in der A-Klasse. Darüber hinaus wurde sie nach einem 2:0 Finalerfolg über Ohlstadt Zugspitzmeister und stieg damit erneut in die Bezirksliga auf. Das tolle Spieljahr sollte ein Freundschaftsspiel gegen den TSV 1860 München abrunden. Auf dem hiesigen TSV-Platz unterlag das Team des damaligen Trainers Helmut Karg dem Bundesligisten lediglich mit 2:3. Die 650 Zuschauer wussten die Truppe um die beiden Torschützen, Max Schmid und Josef Stohr, nach vorne zu „peitschen“ und erlebten eine sich aufopfernde Peitinger Heimmannschaft. Deutschland wurde im eigenen Lande zum zweiten Male Fußballweltmeister und die Abteilung feierte neben dem runden Geburtstag ein überaus erfolgreiches Jahr.

    „Und Geschichte wiederholt sich doch“, ist noch so eine Floskel die auf die Vereinsgeschichte der FA ein ums andere Mal zu zutreffen scheint. Denn nachdem man wiederum als Aufsteiger die Klasse halten konnte und Trainer Karg anschließend sein Amt niederlegte, war es in der Saison 1975/76 erneut nur der 15. Rang, woraufhin man leider wieder den Abstieg hinnehmen musste.

    Zeitgleich fing das Trainerkarussell in Peiting an, heftig zu rotieren. Stets kurzatmige Engagements waren die Folge. Selbst der damalige Jugendleiter und erfolgreiche Jugendtrainer Hermann Lang  übernahm zweimal für je ein halbes Jahr den Cheftrainerposten der 1. Mannschaft.  Da zudem einige Spieler, völlig unverständlich abwanderten, ist es sicherlich als Teilerfolg zu betrachten, dass sich unsere Kicker in der A-Klasse festigen konnten. Nach zwei 8 .Plätzen folgten zwei 3. Plätze unter Trainer Ferdinand Hauke in den Spielzeiten 78/79 und 79/80.

  • Die 80er Jahre

    Als es der Vorstandschaft 1980 gelang, den Schongauer Ewald Nagel als Spielertrainer zu verpflichten, stellte sich schließlich auch der ganz große Erfolg in Peiting wieder ein.

    Ewald Nagel

    Ewald Nagel

    war in der Meistersaison 1981/82 Spielertrainer bei der FA Peiting

    Beinah hätte es bereits in seiner Debüt-Saison 1980/81 zum Aufstieg gereicht. Doch als Vizemeister musste man in die Relegation. In einem dramatischen Spiel in Weilheim gegen den TSV Tutzing unterlag man erst im Elfmeterschiessen mit 7:8, nachdem es nach der regulären Spielzeit noch 1:1 und nach Verlängerung 3:3 gestanden hatte. Ein begeisterndes Fußballspiel, bei dem insgesamt über 1000 Zuschauer mitfieberten.

    Mit Spielertrainer Ewald Nagel zurück in der Erfolgsspur

    Ein Jahr später wurde Versäumtes jedoch nachgeholt. Infolge einer sensationellen Saison, in der der Neuzugang Paul Reiser (25 Tore) und Peter Mühlegger (24) die erfolgreichsten Schützen waren, konnte man bereits zwei Spieltage vor Schluss die Meisterschaft perfekt machen. Die FA Peiting verstand dies, wie eigentlich zu jeder Zeit, gebührend zu feiern. Beim letzten Heimspiel am 23. Mai 1982, gegen den TSV Hohenpeißenberg bedankte man sich mit zwei Hektolitern Bier bei seinen Fans. Der Gerstensaft hielt eine ganze Halbzeit.

    Fertigstellung unsereres schönen Stadions

    Auch abseits jeglichen Spielbetriebs erzielte die Abteilung unter der Leitung von Präsident Lothar Wurm einen großen Erfolg. Mit der Einweihung der Sportanlage Birkenried am 17. Juni 1981 stellte man von nun an eines der schönsten Stadien des gesamten Landkreises. Auch heute noch ist es schwer, etwas Vergleichbares zu finden.

    Meistermannschaft 1982

    Meistermannschaft von 1982

    (hinten von links) Technischer Leiter Herbert Schmid, Max
    Schmid, Hans Jakomet, Markus, Müller, Heinz Eisengrein, Wolfgang Salzmann, Paul
    Reiser, Technischer Leiter Hermann Brennauer (vorne von links) 1. Vorstand Lothar Wurm,
    Siegfried Pakleppa, Klaus Flotitz, Hubert Baier, Spieltrainer Ewald Nagel, Günther Gromes,
    Gerhard Berchtold, Peter Mühlegger, 2. Vorstand Georg Bauer

    Coach Ewald Nagel verabschiedete sich nach der Meistersaison von den Peitinger Fußballern, doch es sollte nicht sein letztes Engagement in der Marktgemeinde bleiben. Nachfolger von Nagel wurde sein einstiger Vorgänger Ferdinand Hauke, der die nächsten eineinhalb Jahre an der Seitenlinie stehen sollte. In den beiden Spielzeiten nach dem Aufstieg in die Bezirksliga, rettete man sich beide Male erst in der Relegation. 1983 hielt man sich mit einem 1:0 über Wolfratshausen (Torschütze: Paul Reiser) in der Liga. Ein Jahr später war es dann noch enger. Nachdem man das erste Relegationsspiel gegen Geretsried nach Verlängerung mit 2:1 gewann, wurde die zweite Entscheidungspartie erst im Elfmeterschießen entschieden. 2:2 hatte es nach 120 Minuten gegen Germering noch gestanden. Die Tore für Peiting erzielten dabei Siegi Pakleppa und Hansi Jakomet. Im „Elfmeterkrimi“ von Starnberg, wo das Spiel stattfand, wurde dann Keeper Peter Reichelmeier zum Held. Ganze drei Elfmeter konnte er parieren, so dass zum 50-jährigen Jubiläum nicht das „Trübsal“ Abschied geschluckt werden musste. Einen Verdienst am Verbleib in der Klasse muss man hier eindeutig dem früheren technischen Leiter Roman Steeb attestieren. Er übernahm den Tabellenletzten zur Winterpause und schaffte es der Truppe um Kapitän Wolfgang Salzmann neuen „Geist“ einzuhauchen. Man sammelte Punkt um Punkt, so dass am Ende der fast sicher geglaubte Abstieg vermieden werden konnte. Im 3.Jahr war es dann jedoch soweit. Als 15. und damit Vorletzter stieg die Mannschaft von Trainer Helmut Karg, der nachdem er bereits in den 70er Jahren für zwei Spielzeiten das Sagen bei der 1.Mannschaft hatte, in Anschluss einer schwierigen Saison 84/85, ab. Drei Jahre hielt man sich damit in der höheren Spielklasse. Bis zum heutigen Tage, sollte das der längste Zeitraum sein, in den sich die FA in der Bezirksliga halten konnte. Nicht nur den Abstieg in die A-Klasse hatten Peitings Balltreter zu dieser Zeit zu verkraften.

    Max Schmid beendete nach dieser Saison seine aktive Karriere in der 1. Mannschaft, nachdem er 15 Jahre lang ununterbrochen zum Stamm derselbigen gehörte. Am 22.05.1985 schnürte er zum letzten Mal seine Stiefel für unsere Erste. Dennoch blieb er dem Verein treu. Denn seit 1977, bis heute, ist er Hauptkassier und hat dadurch wesentlich dazu beigetragen, dass die Fußballabteilung auch finanziell solide dasteht.

    In den Folgejahren stand ein Umbruch bevor. Viele junge Spieler wurden integriert, die sich vor allem in der A-Klasse behaupten sollten. Zum Spieljahr 86/87 konnte man mit dem Peißenberger Franz Pech eine der herausragenden Spieler- und Trainerpersönlichkeiten der 80er und 90er Jahre, an die Peitnach lotsen. Langsam tastete man sich, so schien es, unter seiner Regie an den erneuten Aufstieg in die Bezirksliga ran. Während es anfangs der 5. Tabellenplatz war, erreichte man in der zweiten Saison, in der Pech verantwortlich war, schon den 3. Rang. „Nebenbei“ wurde man Hallen-Zugspitzmeister und erreichte bei der Oberbayerischen Meisterschaft vor über 400 Zuschauern in der Bad Tölzer Sporthalle, einen tollen 4. Platz. Darüber hinaus holte die 2. Mannschaft den Titel bei den Reserveteams.

    Vierter Bezirksligaaufstieg

    Die 1.Mannschaft zog dann schließlich ein Jahr später nach. In einem an Spannung kaum zu übertreffenden Saisonfinale 1988/89 sicherte man sich am letzten Spieltag mit einem tollen 5:0-Erfolg über Dettenschwang den Meistertitel. Am Ende lag man mit einem hauchdünnen Vorsprung von einem Punkt vor dem FSV Eching, die allerdings durch die Relegation noch nachzogen, an der Spitze der Tabelle. Insgesamt war damit der vierte Aufstieg in die Bezirksliga besiegelt.

    Meistermannschaft 1989

    Die Meistermannschaft von 1989

    mit ihrem Spielertrainer Franz Pech (vorne in der Mitte)
    schaffte nach einem spannenden Saisonfinale den Wiederaufstieg in die Bezirksliga

  • Die 90er Jahre

    Der Start in die Bezirksligasaison 1989/90 war äußerst verheißungsvoll. Vier Siege in fünf Spielen und schon war man Tabellenführer auch in der Klasse, in der das Niveau höher zu sein vermag. Doch schnell wurde einem klar, dass bei der damals noch geltenden Zwei-Punkteregel solche Siege noch nicht so viel Wert waren. Während man heutzutage am 5. Spieltag bereits zwölf Punkte hätte, waren es im Mai 1990, und damit am Ende der Saison lediglich 16 Zähler. Oftmals waren die Mannen um Kapitän Hans Jakomet nicht mit Fortuna im Bunde, so dass sie ein ums andere Mal unglücklich verloren. Während sich Deutschland wiedervereinte und sich die Nationalmannschaft in Rom mit dem dritten Weltmeistertitel ihren verdienten Lohn abholte, war es für die FA nur der 12. Platz und damit der Abschied in die A-Klasse, in der man sich diesmal sogar etwas länger „aufhalten“ sollte. Die Reserve hingegen verstand es, im Gegensatz zur 1. Mannschaft sich besser an das höhere Niveau anzupassen, und konnte nach der Meisterschaft im Vorjahr auch den Titel in der Reservenrunde der Bezirksliga holen..

    Deutschlands drittes Weltmeisterjahr war diesmal kein gutes für die FAP

    Mit einem 6. Platz verabschiedete sich schließlich Franz Pech nach dem Spieljahr 1990/91 als Cheftrainer der Herrenmannschaften. Auch wenn es bei seiner „Abschiedstournee“ nicht mit dem erhofften direkten Wiederaufstieg geklappt hat, bleibt sein Name mit einer erfolgreichen Ära im Verein verbunden. Fünf Jahre lang hatte er den Posten als Verantwortlicher im sportlichen Bereich inne und feierte dabei in jedem Jahre einen Titel, denn die 2. Mannschaft errang auch in dieser Saison die Meisterschaft.

    Lothar Wurm

    Lothar Wurm

    verstand es in Krisen wie bei
    Erfolgen die Geschicke der FA zu lenken

    Die Erwartungen waren hoch, als 1991 Ewald Nagel zum zweiten Mal als Coach gewonnen werden konnte. Klar, denn unter seiner Leitung klappte es ja bereits 1982 mit dem Aufstieg. Beinahe wäre ihm dies bereits in seiner „Comeback-Saison“ gelungen. Als Vizemeister erzwang man ein Qualifikationsspiel, welches jedoch leider nicht positiv gestaltet werden konnte. In einem packenden Spiel, in dem man eigentlich die stärkere Mannschaft war, scheiterten Peitings Fußballer erst in der Verlängerung am TSV Gräfelfing. In Tutzing unterlag man mit 0:2. Knackpunkt dabei waren sicherlich die beiden Zehn-Minuten Zeitstrafen, welche es damals alternativ zur Gelb-Roten Karte noch gab, in der Verlängerung.

    Leider reichte es auch in den beiden Folgejahren, in denen Nagel „Chef“ war, nicht mit dem Aufstieg. Doch was noch nicht war, könnte ja noch kommen oder so ähnlich…

    Nachfolger von Nagel wurde Norbert Mayr, seinerseits Spielertrainer aus Burggen, verpflichtet vom TSV Altenstadt. Ihm zur Seite stand Wolfgang Salzmann, der lange Zeit fester Bestandteil der 1.Mannschaft war. Er sollte das Amt nach eineinhalb Jahren später dann auch übernehmen.

    Spiel gegen Bayer Leverkusen

    Freundschaftsspiel gegen Bayer Leverkusen 1995

    Der heutige 2. Vorstand und damalige Kapitän Hubert Strobel zusammen mit Ex-Nationalspieler Bernd Schuster

    Eine Tradition „großer Spiele“ begann am 24.09.1995. Im Zuge des 25-jährigen Firmenjubiläum des Agfa-Werkes in Peiting, gelang es den Initiatoren Günter Rahm (damals Betriebsleiter), Peter Jocher (damals Vorsitzender des Agfa-Sportvereins und „Allzweckwaffe“ der FA) sowie Vorstand Lothar Wurm, die Bundesligaelf von Bayer 04 Leverkusen ins Stadion Birkenried zu locken. Ein Ensemble von Spielern aus Peiting, Altenstadt und Peißenberg, sowie Stefan Jocher, der vor der Saison zum 1.FC Garmisch abgewandert war, unterlag den Stars um Bernd Schuster, Rudi Völler und Co mit 1:6. Ein tolles Ereignis für über 2500 Zuschauer, das ja bekanntlich nicht das letzte seiner Art bleiben sollte.

    Uwe Enzmann tritt die Nachfolge von Lothar Wurm als Abteilungsleiter an

    Neben dem grünen Rasen mussten die Fußballer hingegen eine bitter Pille schlucken. Am 4. Juni 1996 trat Abteilungsleiter Lothar Wurm nach 19-jähriger Amtszeit zurück. Zusammen mit Leuten wie Alfons Rohrmoser, Hermann Lang, Georg Bauer, Roman Steeb oder Max Schmid prägte er wie kein zweiter das Vereinsleben der Fußballabteilung. Der Bau des Jugendvereinsheim 1984 war ein bedeutender Meilenstein seiner Schaffensperiode, um hier nur einen seiner Erfolge zu nennen, die er in den fast zwei Jahrzehnten, in der er Kopf des Vereins war, vorzuweisen hat. Sein Nachfolger wurde Uwe Enzmann, der bis heute die Geschicke leitet.

    Ewald Nagel wird zum dritten Mal Chefcoach

    In der Liga belegte man im Zeitraum von 1992-1998 lediglich vordere Mittelfeldplätze. Erst in der Saison 1998/1999 konnte man wieder ganz vorne angreifen. Am Ende standen die Jungs von Coach Wolfi Salzmann punktgleich mit dem SC Fürstenfeldbruck 2 an der Spitze der Kreisliga, wie die A-Klasse ab dieser Saison heißen sollte. Ein Entscheidungsspiel musste her. In Polling erzielte Roland Wolf zwar noch das 1:0, allerdings rissen vier Tore der Brucker binnen zehn Minuten die Peitinger aus jeglichen Meisterträumen. (Endstand: 2:4) Somit war es also „bloß“ der Vize-Titel, der jedoch noch zu den Aufstiegsspielen berechtigte. Dies wurde aber sang und klanglos mit 3:7 gegen Wolfratshausen verloren. Danach beendete Salzmann nach fünfjähriger Amtszeit (erst Co, dann Chef) seine Tätigkeit. Auf der Suche nach seinem Nachfolger wurde man schnell fündig. Zum dritten Mal sicherten sich die Peitinger die Dienste von Ewald Nagel.

  • Die 2000er Jahre

    Vor der Saison 1999/2000 wurden die Ligen neu eingeteilt. Wie bereits erwähnt spielte die 1.Mannschaft fortan in der Kreisliga, welche gemeinsam mit der Kreisklasse so zu sagen zwischen A-Klasse und Bezirksliga geschoben wurde. Unsere zweite Mannschaft wurde in die neu formierte B-Klasse eingeteilt. Von nun an war es also auch den „Reserveteams“ möglich, auf- und abzusteigen.

    Krimi gegen Wackersberg sichert erneuten Bezirksligaaufstieg

    Passend zum „Millenium“ wurde die Mannschaft um Roland Wolf, Markus Ansorge und den inzwischen von Garmisch „heimgekehrten“ Stefan Jocher, Vizemeister und zog somit in die Relegationsrunde ein. Im ersten Qualifikationsspiel schlug das Team um den Doppeltorschützen Thomas Jocher, Wackersberg mit 3:0. Das zweite Relegationsspiel wurde schließlich zu einem der denkwürdigsten der Vereinsgeschichte. Am 14. Juni 2000 trafen Ewald Nagels Jungs in Türkenfeld auf den MTV Berg. Bereits nach zwölf Minuten ging man durch Thomas Jocher in Führung. Nachdem Berg den Spielstand egalisierte, stellte Kapitän Stefan Jocher noch vor der Halbzeit auf 2:1. Dann kippte das Spiel, und man war sieben Minuten vor Ende mit 2:3 hinten, ehe Larbi Benmekki noch den Ausgleich erzielte. In der Verlängerung überschlugen sich dann die Ereignisse. Drei rote Karten, ein unberechtigter Elfmeter für Berg und das Traumtor von Thomas Schmid zum mittlerweile 5:4 machten das Spiel zu einem echten Erlebnis. Aber getreu dem Motto: Ende gut, alles gut – der Aufstieg in die Bezirksliga nach zehnjähriger Abstinenz war besiegelt. Unzufrieden konnte man lediglich mit der Haarpracht sein, die sich einige Spieler auf Grund des Aufstieges zulegten. Rosa, blond, fünf Millimeter – es war alles dabei!

    Das kommende Jahr versprach sogar noch besser zu werden. Bezirksligaklassenerhalt und Aufstieg der 2. Mannschaft in die A-Klasse ließen die Fußballherzen unter dem Schlossberg höher schlagen.

    Einen Eindruck von ihrer hohen technischen Finesse gab uns die Mannschaft darüber hinaus in den beiden Wintern 2000 und 2001. Beide Male konnten sie das Ticket zur Oberbayerischen Meisterschaft lösen.(Seit 1989 das erste Mal) Während sie zum Jahrtausendwechsel noch im Halbfinale am damaligen Landesligisten TUS Geretsried scheiterten, drangen sie ein Jahr später gar bis ins Finale vor. Mit 3:0 führte man dort bereits gegen 1860 Rosenheim. Der Jubel in der Manchinger Halle kannte keine Grenzen. Erst als der Landesligist das Spiel drehte, um noch mit 6:3 zu gewinnen, musste man sich vom Traum der „Bayerischen“ verabschieden. Dennoch ein toller Erfolg, der bislang nicht mehr zu wiederholen war.

    Oberbayrischer Hallenvizemeister 2001

    Oberbayerischer Hallen-Vizemeister 2001

    (hinten von links) Thomas Eckert, Stefan
    Jocher, Hubert Greithanner, Roland Wolf, Hannes Bauer, Betreuer Günther Timm (vorne
    von links) Manfred Fuchs, Siegi Gruber, Thomas Jocher, Christoh Oswald, Hubert
    Geisenberger, Robert Bachmeier

    Zwei weitere Highlights dieser Zeit fanden im Juli 2001 statt. Wie Profis müssen sich die Spieler gefühlt haben. Am 14. Juli spielte die FAP gegen den damaligen Bundesligaabsteiger SpVgg Unterhaching und unterlag dort im heimischen Stadion vor über 700 Besuchern erwartungsgemäß mit 1:10. Vier Tage Später folgte eine Auseinandersetzung mit dem zu dieser Zeit noch erstklassigen TSV 1860 München in Schongau. Eine Auswahl von Spielern aus Peiting und Umgebung verlor mit 2:12.

    Unglücklicherweise musste unsere 1. Mannschaft wieder einmal im „verflixten zweiten Jahr“ in die Kreisliga absteigen. Vor allem das Verletzungspech in der Rückrunde war dafür verantwortlich, dass nachdem man in der Winterpause noch einen hinteren Mittelfeldrang einnahm noch auf Platz 14 abrutschte. Doch man wäre nicht die FA Peiting, wenn man nicht schon im Folgejahr 2002/2003 einen neuen Angriff auf die Bezirksliga gestartet hätte.

    Und beinahe hätte dies auch noch geklappt. Obwohl der Start mit vier Niederlagen in Serie äußerst holprig verlief, startete man im Anschluss eine Aufholjagd und konnte am Ende den 2. Platz für sich verbuchen. Wieder einmal stand also ein Relegationsspiel bevor, welches jedoch in Eglfing mit 1:3 an den SV Wackersberg ging. Der Traum, erneut Bezirksliga zu spielen war also erst einmal ausgeträumt. Die zweite Mannschaft hingegen konnte noch einen draufsetzen. Auch sie wurden „Vize“ der A-Klasse, machten es im Anschluss aber besser wie die Kollegen von der Ersten. In Riederau setzten sich die Mannen von Uwe Enzmann, der zu dieser Zeit die Betreuung der Mannschaft übernahm, mit 3:1 gegen den FSV Eching durch. Kreisliga und Kreisklasse, unsere beiden Teams trennte fortan nur noch eine Liga.

    Nach vier Jahren beendete Ewald Nagel im Sommer 2003 seine Tätigkeit in der Marktgemeinde. Zwei Jahre Bezirksliga, dazu ein Titel und Vizetitel in der Kreisliga. Wahrhaftig eine erfolgreiche Zusammenarbeit.

    Das Erbe von Nagel trat indes Walter Andres an. Wahrlich große Fußstapfen in die der Fuchstaler treten musste, doch er sollte die Erwartungen voll und ganz erfüllen. Eine Reihe von Torfestivals erlebten die Zuschauer der FAP 2003/04. Insgesamt schossen Jocher, Resch, Benmekki und Co ganze 103 Treffer in 28 Spielen. Macht einen Schnitt von über 3,6 Toren pro Spiel. Doch ein Mann hatte besonderen Anteil am Erfolg der Mannschaft. Thomas Jocher erzielte in 24 Partien 38 (!) Tore und „erschoss“ so manchen Gegner fast im Alleingang. Dass das Jahr jedoch nicht dominanter ausfiel, lag an der Defensive, die unter der offensiven Spielweise etwas litt. 47 Gegentreffer hatte man zum Ende kassiert. Nichts desto trotz sicherte man sich am letzten Spieltag durch einen 4:1-Sieg in Raisting die Meisterschaft mit zwei Punkten Vorsprung auf die Konkurrenz aus Weilheim. Mit Autokorso ging es schließlich am Stadion der Weilheimer vorbei zur großen Sause ins Bergwerk, und es ertönte so manches Mal „ Ma-ia-hii, Ma-ia-huu, Ma-ia-hoo, Ma-ia-haa!“

    Meisterschaft 2004

    Meistermannschaft 2004

    Unter Trainer Walter Andres (2. Reihe 3. von links) schaffte die
    1. Mannschaft den erneuten Aufstieg in die Bezirksliga

    Es stand der Abteilung also wieder einmal eine Bezirkligasaison ins Haus. Leider musste unsere 2. Mannschaft nach dem sensationellen Aufstieg bereits ein Jahr später wieder ihre Segel in der Kreisklasse streichen. Am Ende fehlten zwei Punkte zum Relegationsplatz. Vielleicht waren es genau die zwei Zähler, die unserer 1. Mannschaft zum Schluss den Titel sichern sollten. Wer weiß…

    3000 Zuschauer sehen vier Peitinger Tore gegen den FC Schalke 04

    Absolutes Highlight der Saison war jedoch das Freundschaftsspiel gegen den FC Schalke 04 am Ostersonntag 2004. Den Beziehungen von unserem 2.Vorstand Hubert Strobel und TSV-Präsident Hermann Lang zu Victoria-Versicherungen war es zu verdanken, dass der Bundesligist am Tag nach ihrem Auswärtsspiel gegen den FC Bayern München einen „Zwischenstopp“ in Peiting einlegte. Über 3000 Zuschauer fieberten dem Event bei und erlebten ein echtes Spektakel. Strahlender Sonnenschein, tolle Helfer und insgesamt 18 Tore (Endstand 4:14) ließen sogar den damaligen Schalker Manager Rudi Assauer, über unseren Verein ins Schwärmen geraten.

    Spiel gegen Schalke

    Freundschaftsspiel gegen den FC Schalke 04 im Jahr 2004

    Die Bundesligaprofis mit den
    Spielern der FA Peiting vor dem Anpfiff

    2004/2005 war eine turbulente Saison für unsere Jungs. Auf Grund enormer Verletzungssorgen, vor allem fehlten oft die erfahrenen Leistungsträger, kämpfte man eigentlich das komplette Jahr über gegen den Abstieg. Den konnte jedoch auch Ewald Nagel, der für ein paar Spiele einsprang, als man sich von „Meistermacher“ Andres getrennt hatte, nicht verhindern.

    Martin Kindermann baut kontinuierlich auf die eigene Jugend und formt etablierte Bezriksligamannschaft

    Zum Spieljahr 2005/2006 wurde schließlich Spielertrainer Martin Kindermann vom TSV Weilheim verpflichtet. Mit seinem Engagement stiegen auch die Erwartungen wieder und so gab man als Saisonziel rasch den Aufstieg aus. Klar, denn  Kindermann hatte ja auch schon die Weilheimer in die Bezirksliga geführt und sich dort auch behauptet. Doch nach einem etwas holprigen Start, musste das Ziel nach unten korrigiert werden. Letzlich sprang ein zufrieden stellender 5. Platz heraus.

    Martin Kindermann

    Martin Kindermann

    wurde für die Saison 2005/06 als Trainer verpflichtet und führte die Mannschaft ein Jahr später in die Bezirksliga

    Ein Jahr später wollte man dann wieder ganz oben angreifen. Kindermann blieb seiner Linie treu und baute kontinuierlich auf die eigene Jugend. Und das sollte sich auszahlen. Acht Punkte Rückstand hatte man vier Spieltag vor Saisonende bereits auf Spitzenreiter Herrsching. Ziel war zu dieser Zeit eigentlich der 2.Platz, um in der Relegation noch um den Aufstieg kämpfen zu können. Rot-weiße Irokesen wolle man sich färben lassen, falls man den 2.Platz erreiche. Eine sensationelle Schlussphase spielten die Jungs um Kapitän Stefan Jocher und holten tatsächlich den Rückstand noch auf. Am letzten Spieltag schlug man den damaligen Dritten aus Fuchstal mit 5:1. Die FA Schongau leistete gleichzeitig „Nachbarschaftshilfe“ und trotzte dem TSV Herrsching ein 2:2-Unentschieden ab. So standen beide Teams punktgleich an der Spitze der Tabelle. Wie das Reglement vorsieht, musste gegen die Ammerseer ein Entscheidungsspiel her. Die halbe Mannschaft löste indes ihr Versprechen ein und ließ sich mit weiß-rot-weißen Haaren „verschönern“. Etwas irritierend fanden einige, weil man ja eigentlich noch nicht aufgestiegen war, doch wollte man die Verbundenheit mit dem Verein demonstrieren. Am 6.06.2007 war es dann so weit. Auf neutralem Platz in Weilheim erzielte Christoph Schleich vor über 800 Zuschauern das goldene Tor zum 1:0-Sieg. Damit stieg eine Mannschaft, in welcher das Durchschnittsalter stets bei 20,21 Jahren lag, in die Bezirksliga auf. Peiting schrieb also ein Jahr nach der deutschen Nationalmannschaft sein ganz eigenes „Sommermärchen“.  Die Meisterschaft wurde anschließend selbstverständlich, wie es sich in  Peiting nun mal gehört, gebührend gefeiert.

    Vor der Saison 2007/2008 war man sich in der Marktgemeinde nicht ganz sicher, wo man eigentlich so steht. Nachdem man die Kreisliga im Jahr zuvor keinesfalls diktierte, war man sich eigentlich im kompletten Verein einig, dass es diese Saison lediglich gegen den Abstieg ginge. Doch die Mannschaft strafte alle Kritiker Lügen und spielte eine fantastische Runde, die man schlussendlich auf dem 6. Platz beendete. Nebenbei schaffte die 2. Mannschaft in Folge einer sensationellen Rückrunde, in der man neben einem Remis alle anderen Partien gewinnen konnte, als Meister in die Kreisklasse aufzusteigen. Markus Ansorge, der den Trainerposten vor der Saison übernommen hatte, schaffte es aus den jungen Kickern eine tolle Truppe zu formen. Ein idealer Unterbau also für unsere Bezirksligamannschaft.

    Meistermannschaft 2008

    Meistermannschaft 2008

    Die 2. Mannschaft schaffte auch dank ihres neuen Trainers Markus Ansorge und aufgrund einer sensationellen Rückrunde den Aufstieg in die Kreisklasse

Die Jugend

„Denkt daran, dass der Nachwuchs euer wertvollster Besitz im Verein und nicht ein Anhängsel ist. Es muss die schönste Aufgabe und Pflicht sein, junge Menschen in ihrer Freude am Sport zu fördern!“
Ein weiser Spruch, den der damalige Vorstand Schalk bereits 1949 zitierte und an dem man sich auch heute noch orientieren sollte.
Schon bald nach der Gründung der Fußballabteilung Peiting im Jahre 1934 wurde der Jugendspielbetrieb aufgenommen.
Nach dem Krieg wurde die Jugendarbeit rasch fortgesetzt. Maßgeblichen Anteil an der Wiederaufnahme hatten der damalige Kreisjugendleiter Kurt Hirche, sowie Jugendtrainer Georg Prinzing und Jugendwart Wolfgang Jendrosch.

Jungkicker

Aufstrebende Fußballerkicker

aus den ersten Jahren der Jugendmannschaften

Das erste offizielle Spiel der Jugendmannschaft nach dem Krieg fand am 9.11.47 gegen Schongau statt. Peiting unterlag zwar mit 1:6, am gleichen Tag besiegte die Schülermannschaft jedoch Hohenfurch mit 16:0.
Ab 1948 nahm sowohl die Schüler- als auch die Jugendmannschaft an einem geregelten Punktspielbetrieb teil.
Zum 1. April 1957 übernahm Otto Windorfer den Posten des Jugendleiters Er sollte 16 Jahre lang die Geschicke im Nachwuchsbereich der Fußballabteilung leiten. Unter seiner Regie ging es bei den jungen Fußballern stetig aufwärts.
Neben einigen Meistertiteln, welche die beiden Teams in jener Zeit erringen konnten, wurden immer wieder talentierte Nachwuchsspieler in die 1.Mannschaft eingebaut, die sich dort etablierten und einige von ihnen zu „Legenden“ im Peitinger Vereinsleben heranwuchsen.

Alfons Rohrmoser

Alfons Rohrmoser

übernahm zusammen mit Hermann Lang 1973 die Trainertätigkeit von Otto Windacher

Im Mai 1973 begann in der Jugendabteilung der FA ein neuer Abschnitt. Nach 16-jähriger Tätigkeit lösten die ehemaligen Jugendspielführer Alfons Rohrmoser und Hermann Lang ihren geschätzten Coach Otto Windacher in seinem Amt ab. Die Beiden sollten für geraume Zeit maßgeblichen Anteil am erfolgreichen Werdegang des Peitinger Nachwuchses haben. Mit dem Generationswechsel in der Leitung vollzog sich auch ein entscheidender altersbedingter Umbruch innerhalb der Jugendspieler. Teil des Neuaufbaus waren bereits einige Leute wie beispielsweise Wolfgang Salzmann oder Peter Mühlegger, später verdiente Spieler der 1.Mannschaft.
In den 70er Jahren wurde schließlich auch die Einteilung der Jugend neu formiert. Aus den Schüler- und Jugendmannschaften wurden die C- bzw. A-Junioren. Und nach und nach sollten auch die übrigen Teams, sprich F-, E-, D- und B-Jugend, wie es auch heute noch eingeteilt ist, Einzug halten.
Ein hervorzuhebender Erfolg der A-Jugend war das Spieljahr 1975/76. Nachdem man bereits mit einem Endspielerfolg über den TSV Wolfratshausen die Zugspitzmeisterschaft feiern konnte und damit auch in die Bezirksoberliga aufstieg, zog man darüber hinaus in das Halbfinale des oberbayerischen Pokals ein. Ein 3:0-Sieg über den TSV Wasserburg (Torschützen waren 2x Siegi Pakleppa und Lothar Weiß) brachte die Truppe schließlich ins Finale. Wie bereits im Semifinale konnte Trainer Hermann Lang, obwohl man auf Grund der Auslosung auswärts hätte antreten müssen, mit relativ geringem Aufwand das Heimrecht „kaufen“. Gegner war nämlich kein geringerer als die Jugend des FC Bayern München. Über 1000 Zuschauer fieberten bei der Partie am heimischen TSV-Platz mit und sahen eine grandios aufspielende Heimmannschaft. Zwar unterlag man in der Verlängerung gegen die „kleinen Rekordmeister“ mit 0:1, man durfte sich dennoch als moralischer Sieger fühlen. Ein toller Erfolg, der noch lange in Erinnerung bleiben sollte. Auch hier zeigte sich bereits der sensationelle Zusammenhalt im gesamten Verein. Denn nach einer außerordentlichen Trockenperiode hatten unzählige Helfer tagelang damit zu tun, den Platz unter Wasser zu setzten, um ihn überhaupt bespielbar zu machen.

A-Jugend Zugspitzmeister 1976

A-Jugend Zugspitzmeister 1976 und Finalist um den Oberbayerischen Pokal

(hinten von
links) Jugendleiter Alfons Rohrmoser, Siegfried Eisenschmied, Helmut Wendlinger,
Gerhard Berchthold, Lothar Weiß, Max Schreiber, Willi Mayer, Trainer Hermann Lang
(vorne von links) Siegi Pakleppa, Hubert Baier, Klaus Floritz, Peter Reichelmeier, Alfred
Floritz, Hans Jakomet, Peter Mühlegger

Zwei Jahre lang konnte man sich letztlich in der Bezirksjugendliga halten ehe man im Sommer 78, auf Grund einer etwas diffusen Regelung wieder absteigen musste. Dennoch eine Zeit, in der die Spieler reichlich Erfahrung sammeln konnten.

1988 stieg die damalige C-Jugend um Spieler wie Alexander Rohrmoser und Stefan Jocher ebenfalls in die Bezirksjugendliga auf. Unter Trainer Thomas Strobel konnte man im ersten Jahr in der höheren Klasse den 9.Platz erringen, wobei man zweimal sogar die „Großen“ ärgern konnte. Beim 0:2 gegen den FC Bayern bot man eine wahre „Abwehrschlacht“ und bei der 0:1-Heimniederlage gegen den TSV 1860 verlor man nur wegen eines vom Schiedsrichter abgefälschten Tores. In der darauf folgenden Saison 89/90 belegte man schließlich hinter Bayern, Sechzig und 1860 Rosenheim einen herausragenden 4. Rang. Nebenbei holten die Jungs um die beiden erfolgreichsten Schützen, Michael Kreitl (14 Treffer) und Thomas Jocher (12), den Vizetitel hinter Bayern München um die oberbayerische Hallenmeisterschaft. Leider musst man im Folgejahr freiwillig „zurückziehen“, da für die beiden Trainer, Wolfgang Salzmann und Alfons Rohrmoser, altersbedingt nicht genügend Spieler nachrückten.

Jugendspieler in den 80er

Spieler der Jugendmannschaften Mitte der 80er Jahre

Die FA Peiting arbeitete schon damals kontinuierlich am Aufbau des eigenen Nachwuchses

Für Furore in der näheren Vergangenheit konnte vor allem der Jahrgang 1990 sorgen. Bereits im Sommer 2001 machten sie im zarten E-Jugendalter auf sich aufmerksam. Unter den beiden Trainern Siegi Pakleppa und Hubert Baier schaffte es die Mannschaft sich für das Finale des Merkur Cups zu qualifizieren. Der Merkur Cup ist eines der größten Fußballturnier Deutschlands, veranstaltet vom Münchner Merkur und mittlerweile von E.ON Vertrieb Bayern. Nachdem man sich dort im Finalturnier in der Vorrunde den 2.Platz hinter der SpVgg Unterhaching sicherte, scheiterte man letztendlich erst im Halbfinale am TSV 1860 München (Endstand: 0:2). Am Ende wurde man 4. von über 400 teilnehmenden Mannschaften. Ein toller Erfolg, der nicht der Letzte der Truppe sein sollt. 2003 wurde das Team ebenfalls 4. bei der oberbayerischen Hallenmeisterschaft (erneut scheiterte man an den „Löwen“ mit 1:2 in der Verlängerung). Und 2004 folgte als C-Jugendmannschaft der erste Aufstieg in die Bezirksoberliga. 2006 und 2008 sollten schließlich zwei weiter folgen (B- und A-Jugend).

Derzeit rangieren die A-Jugendlichen (U18), mittlerweile trainiert von den langjährigen Leistungsträger der 1.Mannschaft, Thomas Jocher und Thomas Schmid, in der BOL auf einem gesicherten Mittelfeldplatz. Der Klassenerhalt scheint so gut wie perfekt. Mit Christian Steeb und Stefan Pakleppa spielen diese Saison bereits zwei aus der Talentschmiede in der 1.Mannschaft. Man darf also gespannt sein, wenn nach diesem Jahr auch die übrigen Jungs des Teams, das zweifelsohne stets ein Aushängeschild der Abteilung war, zu den Senioren aufrücken.
Fast schon traditionell spielt man also im Großfeldbereich (D- bis A-Jugend) mit sämtlichen Mannschaften mindestens in der Kreisliga. Und in der Abteilung ist man durchaus guter Dinge, dass dies auch in der kommenden Spielzeit so sein wird. Wenngleich sowohl die D- (U12) als auch die B-Junioren (U16) derzeit noch um den Klassenerhalt kämpfen müssen. Mit der C-Jugend (U14) steht man hingegen gesichert im Mittelfeld.
In dieser Altersklasse wird jeden Sommer darüber hinaus der so genannte Lech-Cup ausgespielt. Ein zweitägiges Fußballturnier, ausgerufen vom Schongauer Friseurteam Helmut Hunger, welches seit dem erstmaligen ausspielen im Jahre 1983 einen enormen Stellenwert in der Region hat. 2008 konnte man dieses unter den Trainern Thomas Fischer und Jugendleiter Hans Rössle zum bereits 7. Mal gewinnen. Nach 1985, 1990, 1991, 1995, 1998 und 2005 sicherte man sich mit einem 2:0 Finalerfolg über den VFL Denklingen den bedeutenden Titel. Mal sehen, ob es dem Team am 11./12. Juli gelingen wird, ihren „Coup“ zu wiederholen.

Bei unseren Jüngsten, den E- (U10) und F-Jugendlichen (U8) gehen jeweils drei Teams ins Rennen. Die Ergebnisse in diesen Altersklassen sind selbstverständlich sekundär. Das Erlernen des oft zitierten „Fußbaleinmaleins“ steht dabei absolut im Vordergrund. Fußball „boomt“ also immer noch, was die Abteilung jedes Jahr aufs Neue feststellen kann. Dass die beliebteste Nebensache der Welt keine reine Männerdomäne mehr ist, beweisen auch unsere Fußballmädels. Erstmals wurden zur Saison 2008/2009 drei eigene Mädchenmannschaften gemeldet (D-,C-,B-Jugend).
Derzeit jagen also sage und schreibe 15 Mannschaften dem runden Leder bei der FA Peiting hinterher. Natürlich stößt man dabei auch an gewisse Grenzen. Man bedenke nur einmal die Anzahl der ehrenamtlichen Helfer, die es bei einem solchen Andrang bedarf. Mit der überschaubaren Möglichkeit an Sportstätten ist es außerdem jedes Jahr wieder eine enorme Herausforderung den Trainings- und Spielbetrieb zu koordinieren.

Verständlicherweise können bei einer derart hohen Anzahl von Mannschaften nur vereinzelte Erfolge, welche die Fußballabteilung in den vergangenen 75 Jahren mit ihren Nachwuchsmannschaften erringen konnten, aufgezeigt werden.
Man sollte jedoch neben allen Toren, Punkten, Titeln, Auf- und Abstiegen die soziale und erzieherische Verantwortung gegenüber den knapp 200 Kindern und Jugendlichen in unserem Verein nicht außer Acht lassen. Und einen Erfolg in diesen Bereichen kann man nun mal nicht in Zahlen messen.

Betrachtet man derzeit unsere Seniorenmannschaften, wird ebenfalls schnell klar, dass in der Vergangenheit doch einiges richtig gemacht wurde. Denn in einer Zeit, in der selbst in der Bezirksliga schon das Geld regiert und vor allem die Münchner Vereine oftmals ihre halbe Mannschaft austauschen, spielen in den Peitinger Teams zu über 90 Prozent Spieler, die bereits die Jugendmannschaften der Abteilung durchlaufen haben. Ein stabiles Gerüst also, so dass der FA auch in Zeiten, in denen es vielleicht einmal nicht so gut laufen wird wie momentan, nicht bange sein muss.

Bei der FA Peiting trägt man also das Wappen in der Brust… von klein auf!

Chronik

Saison Klasse Platz Auf-/Abstieg Besonderes Trainer
1949/50 A-Klasse 3.
1950/51 A-Klasse 9. Abstieg
1951/52 B-Klasse 1. Aufstieg
1952/53 A-Klasse 2. Herbstmeister
1953/54 A-Klasse 5. Niederlage im Endspiel um Zugspitzmeisterschaft
1954/55 A-Klasse 4.
1955/56 A-Klasse
1956/57 A-Klasse 6.
1957/58 A-Klasse 7.  Szuban
1958/59 A-Klasse 7.  Mrobets
1959/60 A-Klasse 9. H. Pommer
1960/61 A-Klasse 3. H. Pommer
1961/62 A-Klasse 11. H. Pommer
1962/63 A-Klasse 15. Abstieg H. Pommer
1963/64 B-Klasse 2.  Reserve-Meister H. Pommer
1964/65 B-Klasse 1. Aufstieg H. Pommer
1965/66 A-Klasse 9. H. Pommer
E. Stoßberger
1966/67 A-Klasse 7.  Teilnahme am DFB-Pokal E. Stoßberger
1967/68 A-Klasse 9. E. Stoßberger
1968/69 A-Klasse 8. Holzhey
1969/70 A-Klasse 5. J. Michalik
1970/71 A-Klasse 1. Aufstieg  Zugspitzmeister J. Michalik
1971/72 Bezirksliga 11. J. Michalik
H. Gschrei
1972/73 Bezirksliga 15. Abstieg H. Gschrei
H. Wallner
1973/74 A-Klasse 1. Aufstieg Zugspitzmeister
Reserve-Meister
Jubiläumsspiel gg. 1860 München (2:3)
 H. Karg
1974/75 Bezirksliga 12. H. Karg
1975/76 Bezirksliga 15. Abstieg R. Stangel
Bucovic
H. Lang
1976/77 A-Klasse 8. H. Sommer
H. Lang
1977/78 A-Klasse 8. H. Lang
H. Pommer
1978/79 A-Klasse 3. Gründung Damenabteilung F. Hauke
1979/80 A-Klasse 3. F. Hauke
1980/81 A-Klasse 2. Relegationsspiel in Weilheim gg. TSV Tutzing (Niederlage nach Elfmeterschießen) E. Nagel
1981/82 A-Klasse 1. Aufstieg Einweihung Stadion Birkenried E. Nagel
1982/83 Bezirksliga 13. Relegationsspiel in Weilheim gg. TSV Wolfratshausen (1:0) F. Hauke
1983/84 Bezirksliga 13. Relegationsspiel 1 in Polling gg. Geretsried (2:1 nach Verl.)
Relegationsspiel 2 in Starnberg gg. Germering (5:4 nach Elfm.)
F. Hauke
R. Steeb
1984/85 Bezirksliga 15. Abstieg H. Karg
1985/86 A-Klasse 7. H. Karg
1986/87 A-Klasse 5. Reserve-Meister F. Pech
1987/88 A-Klasse 3. Reserve-Meister
Oberbayerische Hallenmeisterschaft
F. Pech
1988/89 A-Klasse 1. Aufstieg Oberbayerische Hallenmeisterschaft F. Pech
1989/90 Bezirksliga 12. Abstieg Reserve-Meister F. Pech
1990/91 A-Klasse 6. Reserve-Meister F. Pech
1991/92 A-Klasse 2. Reserve-Meister
Relegationsspiel in Tutzing gg. TSV Gräfelfing (0:2)
E. Nagel
1992/93 A-Klasse 5. E. Nagel
1993/94 A-Klasse 3. Reserve-Meister E. Nagel
1994/95 A-Klasse 4. N. Mayr
1995/96 A-Klasse 7. Freundschaftsspiel gg. Bayer Leverkusen (1:6) N. Mayr
W. Salzmann
1996/97 A-Klasse 5. W. Salzmann
1997/98 A-Klasse 5. W. Salzmann
1998/99 Kreisliga 2. Entscheidungsspiel in Penzing gg. SC Fürstenfeldbruck (2:4)
Relegationsspiel in Tutzing gg. Wolfratshausen (3:7)
W. Salzmann
1999/00 Kreisliga 2. Aufstieg Relegationsspiel 1 in Pöcking gg. Wackersberg (3:0)
Relegationsspiel 2 in Türkenfeld gg. MTV Berg (5:4 nach Verl.)
Halbfinale der Oberbayerischen-Hallenmeisterschaft
E. Nagel
2000/01 Bezirksliga 10. Aufstieg 2. Mannschaft in die A-Klasse
Finale der Oberbayerischen-Hallenmeisterschaft
E. Nagel
2001/02 Bezirksliga 14. Abstieg Freundschaftsspiel gg. SpVgg Unterhaching (1:10) E. Nagel
2002/03 Kreisliga 2. Relegationsspiel in Eglfing gg. Wackersberg (1:3)
Aufstieg 2. Mannschaft in die Kreisklasse
E. Nagel
2003/04 Kreisliga 1. Aufstieg Thomas Jocher erzielt 38 Tore
Freundschaftsspiel gg. FC Schalke 04 (4:14)
W. Andres
2004/05 Bezirksliga 15. Abstieg W. Andres
E. Nagel
2005/06 Kreisliga 5. M. Kindermann
2006/07 Kreisliga 1. Aufstieg Entscheidungsspiel in Weilheim gg. TSV Herrsching (1:0)
Freundschaftsspiel gg. 1. FC Nürnberg (0:12)
M. Kindermann
2007/08 Bezirksliga 6. Aufstieg 2. Mannschaft in die Kreisklasse M. Kindermann
2008/09 Bezirksliga 2. Relegationsspiel in Steinhöring gg. SV Erlbach (0:2)
Aufstieg 2. Mannschaft in die Kreisliga
Aufstieg 3. Mannschaft in die B-Klasse
M. Kindermann
2009/10 Bezirksliga 2. Relegationsspiel in Höhenschäftlarn gg. SC Kirchheim (4:7 n.V.)
Abstieg 2. Mannschaft in die Kreisklasse
Aufstieg 3. Mannschaft in die A-Klasse
M. Kindermann
2010/11 Bezirksliga 4. M. Kindermann
2011/12 Bezirksliga 6.  Abstieg 3. Mannschaft in die B-Klasse M. Kindermann
2012/13 Bezirksliga 8. M. Ansorge
2013/14 Bezirksliga 11. M. Grelics
2014/15 Bezirksliga 16. Abstieg  Abstieg 2. Mannschaft in die A-Klasse T. Huppmann
M. Grelics
2015/16 Kreisliga  6.  Aufstieg 2. Mannschaft in die Kreisklasse S. Jocher
2016/17 Kreisliga S. Jocher